Geistliche Gemeinschaft

"Alles tun aus Liebe zu Gott, mit Gott, für Gott, um zu Gott zu kommen"
Mutter M. Rosa

Unsere Gründerin hat mit diesem Satz die Grundlage für unser Leben in Gemeinschaft beschrieben: Gott ist für uns Mitte und Quelle aus der wir schöpfen. Dabei orientieren wir uns als Einzelne und als Gemeinschaft am Evangelium, an der Regel des heiligen Franziskus und an unserer Gründerin Mutter Rosa.

Unser Leben in der Beziehung mit Gott findet Ausdruck und Nahrung

  1. im Gebetsleben, in Zeiten der Stille, der Besinnung, der Freude am Leben in Gott.
  2. in geschwisterlichen Beziehungen in Gemeinschaft, wo wir aufeinander hören, gemeinsam den Willen Gottes suchen, füreinander da sind in Freud und Leid.
  3. im Leben der Gelübde Armut, Gehorsam und eheloser Keuschheit 

Armut meint zum Beispiel Loslassen, Solidarität, Einfachheit.
Gehorsam kann heißen, das innere Hören auf die Stimme Gottes, das Evangelium, aufeinander und auf die Zeichen der Zeit. In allen Begebenheiten suchen wir als einzelne und in Gemeinschaft, den Willen Gottes als unsere gemeinsame Sendung zu erspüren. Ehelose Keuschheit bedeutet unter anderem, sich selbst in Liebe dem Evangelium verpflichten, Verfügbarkeit.

Geistliche Gemeinschaft bietet den Raum seine eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entfalten und einzusetzen und die Grenzen zu akzeptieren. Unseren Auftrag als geistliche Gemeinschaft sehen wir darin, Lebensräume zu schaffen, in denen erfahrbar wird, wer Gott für uns Menschen ist. Wir leben im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Gebet, zwischen innen und außen, zwischen Gemeinschaft und Alleinsein. Aus unserer Beziehung zu Gott schöpfen wir die Kraft für die Begegnungen und Anforderungen des Alltags. Die prophetische Dimension geistlicher Gemeinschaft liegt darin, die Zeichen der Zeit zu erkennen, daraus unser Handeln abzuleiten, und so “Prophetinnen” unserer Zeit zu sein.

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